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VDZ Zeitschriftentage 2009 in Berlin

Saturday, December 19th, 2009 by michael-altendorf

Ende November fanden in Berlin die Zeitschriftentage statt. Da wir für den VDZ ein White Paper über Geschäftsmodelle für Social Networks geschrieben haben, waren wir netterweise eingeladen.

Die Tagung war wirklich interessant. Hubert Burda, Angela Merkel oder Körber, der Co-President des Club of Rome, waren unter den Vortragenden. Die Vorträge waren insgesamt richtig gut.

ABER: Bei der Tagung im alten Berliner Interconti konnte man wieder feststellen:

Die meisten Verleger haben immer noch keine Ahnung, was sie im Internet eigentlich machen sollen. (So schwer ist das nicht!) Einige haben mittlerweile das Problem erkannt und sind auch auf einem guten Weg.
Andere (da wären nun mehrere Verlinkungen möglich) verstehen leider noch nicht so viel davon, wie man im Internet Geld verdient und beschweren sich weiter.
Mit Spannung erwartet man den Paid Content bei Springer. Vor allem, wie lange die Zeitungen das durchhalten. Der Traffic wird völlig in die Knie gehen. Das ist aber ja in Ordnung, solange am Ende unter dem Strich mehr rauskommt. Immerhin probiert es mal einer. Wir hätten da eher eine virtuelle Währung empfohlen. Damit verdienen die Damen und Herren im Ausland schon extrem viel Geld. Aber gut. Einen Versuch ist es wert.

Ansonsten gab es sehr witzige Panels. Hervorzuheben ist auf jeden Fall Roland Tichy von der Wirtschaftswoche, der in mehreren Panels für einige Lacher gesorgt hat. Aber auch die andere Chefredakteure von Spiegel, Zeit online und Co waren exzellent. Dafür zahlt man dann doch gerne mal noch für eine Zeitschrift auf dem Niveau. Im Gegensatz zu Springers Cash Cow -Da sollte man schon Geld für bekommen, wenn man die liest. Die Bild macht übrigens bald “Volks”Events. Das ist sogar eine sehr gute Möglichkeit das Portal als Marketingkanal zu nutzen und indirekt zu monetarisieren.

Da könnte man also fast daraus schließen, dass man für guten Journalismus doch bereit ist zu zahlen? Klar, nur die Abrechnung, die Geschwindigkeit der Information etc. sind da noch weitere Parameter, die man da irgendwie in der Gleichung lösen muss. Ansonsten wird es schwer.
Für Downloads im Musikbereich zahlen die Leute auch, wenn es einfach ist und die Preis-Leistung stimmt. Aber eben nicht alle. Es ist nur EINE von VIELEN Möglichkeiten mit einem digitalen oder gar virtuellen Gut Geld zu verdienen.

Bei normalen Nachrichten wird es nicht möglich sein. Hier ist das Angebot einfach zu groß und die Mischung von User Generated Content, Twitter, Blog etc. macht es unmöglich dafür Geld zu verlangen. Zu viel Anteil der Information ist eh schon bekannt.

Um damit abzuschliessen:
Ja, es ging zum Großteil wieder um die Geschäftsmodelle, wie auch schon bei den Medientagen. Wer da nun weniger Ahnung hat Print oder TV? Im Moment TV. Das liegt auch daran, dass die noch Geld verdienen. Sobald es da weiter bergab geht, werden auch im TV Bereich die Leute über neue Lösungen nachdenken müssen.

Gregor Vogelsang (Booz Allen) hat es ganz einfach gesagt: Stellen Sie doch einfach mal ein paar Köpfe ein, die Ahnung von der digitalen Welt haben.
Dazu kann ich nur auch raten. Es ist im Printbereich ähnlich wie in der Musikbranche: Die meisten verstehen einfach nicht, wie die Netzwerkökonomie funktioniert. Leider sehen nur wenige bisher ein, sich da Rat zu holen, wie man die Sache in den Griff bekommt.
Apple und Google haben in wenigen Jahren bewiesen, dass man eigentlich weder Ahnung von der Werbe, noch von der Musikbranche haben muss, um dort Fuss zu fassen. Man muss nur ein vernünftiges Angebot haben und das Geschäftsmodell daran anpassen.

Ein Auszug aus unserem White Paper, um nur mal die potenziellen Möglichkeiten aufzuzeigen:
businessmodelsforsocialnetworks
 

 
Update: Hier noch eine schöne Powerpoint über das Geschäftmodell der Zeitungsbranche (Link zum Blogeintrag) von Patrick Stähler

View more documents from Patrick Stähler.

 

 

 

 

 

Hier einige Impressionen:

Publishers Night
Vortrag von Booz Allen bei der Tagung im Interconti

Publishers Night
Eigentlich schon ein Highlight: Dietmar Hopp und Theo Zwanziger

Publishers Night
Aber dann kamen auch noch Genscher

Publishers Night
und Gorbatschow

Geschäftsmodelle im Internet

Monday, February 2nd, 2009 by Michael Altendorf

Bei Slideshare gibt es nun eine meiner Präsentationen über Geschäftsmodelle im Internet.

Die Struktur basiert auf einer Vorlesung von Prof Michael Rappa aus den USA.

http://digitalenterprise.org/ Die Seite ist zwar sehr alt, aber es gibt dort auch sehr viele pdfs. Darunter viele Standardwerke aus dem Bereich Netzwerk Ökonomie und internet Economics.

Außerdem habe ich das Business Model Design Template von Dr Alexander Osterwalder auf eBay angewendet

Außerdem gibt es ja noch Patrick Stähler, der sich mit dem Thema beschäftigt. 

 

Im amerikanischen Wikipedia gibt es übrigens auch eine gute Übersicht der Geschäftsmodelle. Geschäftsmodellinnovationen sind hierzulande leider noch nicht wirklich präsent. Am Beispiel Ryanair kann man aber gut sehen, wie groß der Effekt sein kann.

 

New Coldplay Single for free

Wednesday, April 30th, 2008 by Michael Altendorf

The Band Coldplay offers (once more) a free download on their homepage. Not like Radiohead of their complete album (Radiohead isn’t signed at the moment). But EMI which is the label of Coldplay (and a but in trouble at the moment due to some private equity investors) apparently thinks about the future of music and allows Coldplay to offer one song for free. According to IFPI data the only thing that works at the moment are single a la carte downloads but not album downloads.

So the business model is a bit unclear but leads to the right direction. Knowing that the 95% which are not paying for music at the moment somehow or other can not be reached. How this trend will end in the future? The only sense could be to make the consumer go to the live concerts when they like the song. So no more economies of scale but more a service model is targeted here. 

Hm, I am still waiting for the E-Mail with the link for the song download(4-43PM –> now  i already wait since 10 minutes).

Update: i just received it (4-47PM). First impression: I do not understand why the file is packed with zip. Ok, it saved 2k of internet traffic but a lot of user who try a download for the first time could be deterred. My mother for example would like to try out legal online downloads but is not techi enough to understand what to do with a zip file. I am not sure what the industry thinks how to get more people to legal downloads when they make it unnecessary difficult for the users. The digital natives download the album anyway via bit torrent and in mp3, without DRM easy to use etc. But please do not try to convince people to buy online when make it on purpose difficult for people which make the first steps in online downloads.

 

but nevertheless, thanks for the song, it is really cool and i hope to see them live again soon :-)

 

Taxes on internet trade and virtual worlds

Tuesday, October 16th, 2007 by Michael Altendorf

Download my thesis as pdf:

http://de.geocities.com/michaelaltendorf80/Diplomarbeit_MA.pdf